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Neues internationales Bündnis für Nahrungsmittelsicherheit

Die EU-Kommission, die Welternährungsorganisation FAO, der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung IFAD und das Welternährungsprogramm WFP haben eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart. Ein am Montag in Rom unterzeichnetes Rahmenabkommen solle eine effektive, koordinierte, rasche und nachhaltige Nahrungsmittelhilfe sicherstellen, teilte die FAO an ihrem Hauptsitz in Rom mit.

Der künftige FAO-Generaldirektor Jose Graziano da Silva äußerte sich bei seiner ersten Pressekonferenz besorgt über die anhaltend hohen Nahrungsmittelpreise auf dem Weltmarkt. Solange sich die Situation nicht global stabilisiere, sei auf Jahre keine Senkung zu erwarten. Die Industriestaaten der G20 hätten allerdings den richtigen Weg gegen die Preisvolatilität eingeschlagen. Von der Umsetzung der Beschlüsse erwarte er sich Erleichterungen am Nahrungsmittelmarkt, so Graziano da Silva.

Der 61-jährige Brasilianer war am Sonntag mit 92 von 180 Stimmen zum Nachfolger des scheidenden Jacques Diouf zum FAO-Generaldirektor gewählt worden. In einer Stichwahl setzte er sich gegen den früheren spanischen Außenminister Miguel Angel Moratinos durch. Vier weitere Kandidaten, unter ihnen der frühere EU-Kommissar Franz Fischler aus österreich, waren in der ersten Runde ausgeschieden.

Graziano da Silva tritt sein Amt am 1. Januar 2012 für zunächst dreieinhalb Jahre an. Derzeit ist Graziano da Silva Leiter der FAO in Lateinamerika und der Karibik. Zuvor war der Wirtschaftsprofessor unter anderem außerordentlicher Minister für Nahrungsmittelsicherheit in Brasilien. Er erhält als erste Südamerikaner die Führung der UN-Organisation mit 3.600 Mitarbeitern.

Quelle: kna