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Neues Gesetz soll Migranten die Rückkehr erleichtern

Perus Präsident Ollanta Humala hat ein sogenanntes “Rückkehrgesetz” erlassen, das sich an jene Peruaner wendet, die im Ausland leben, oft in Ländern, die derzeit eine schwere Wirtschaftskrise durchmachen. Unter dem offiziellen Namen “Gesetz über die wirtschaftliche und soziale Wiedereingliederung für den zurückkehrenden Migranten” geht es um eine Reihe von Anreizen und Erleichterungen für all jene, die wieder in Peru leben möchten. Die angesprochene Zielgruppe umfasst mehr als 2,5 Millionen Peruaner (in Peru leben rund 30 Millionen Menschen).

Peruaner verließen oft unfreiwillig ihr Land

Statistiken zufolge kehren Jahr für Jahr mehr Peruaner in ihr Heimatland zurück. Wurden von 2006 bis 2009 über 125.000 Menschen gezählt, so waren es von 2009 bis 2011 schon über 259.000. Auch Präsident Humala sprach von einem Trend. Der peruanische Staat habe eine Verpflichtung gegenüber all jenen, die das Land oft gegen ihren Willen hätten verlassen müssen. Seinerzeit habe die peruanische Politik den Menschen nicht hinreichende Chancen auf Wohlstand bieten können.

Wertvolle Erfahrungen der Rückkehrer nutzen

Rückkehrer erhalten nun beispielsweise Steuerbefreiungen für die Anschaffung bestimmter Maschinen, wenn sie in Peru ein Geschäft eröffnen oder ein Kleinunternehmen gründen möchten. Außerdem wird der Zugang zu Hypothekenkrediten und Wohnungsprogrammen erleichtert. Präsident Humala verwies auf die vielfältigen im Ausland gewonnenen Erfahrungen, welche die Rückkehrer zum Nutzen der peruanischen Wirtschaft einbringen könnten. (bs)

Quelle: http://www.agenciapulsar.org/