Brasilien |

Neues Erdölfeld unter dem Atlantik entdeckt

Das halbstaatliche brasilianische Erdölunternehmen Petrobras hat am Mittwoch den Fund einer Erdöllagerstätte in 1.208 Meter Tiefe unter dem Atlantik bekannt gegeben. Die Lagerstätte befinde sich im Meer, etwa 58 Kilometer entfernt von Vitória, der Hauptstadt des im Südosten Brasiliens gelegenen Bundesstaates Espirito Santo, meldet die Nachrichtenagentur TeleSur. Laut Petrobras handele es sich um eine Lagerstätte mit „gigantischen Ausmaßen“.

Das ölfeld werde, laut einer Pressemitteilung des Erdölunternehmens, von einem Konsortium weiter bearbeitet, das zu 70 Prozent von Petrobras und zu 30 Prozent von der privaten Firma IBV Brasil betrieben wird. Beide Firmen werden die Exploration fortführen und gemeinsam einen Plan zur Ausbeutung des Erdölvorkommens bei der Nationalen Erdölbehörde Brasiliens (ANP) einreichen.

Petrobras wurde 1953 gegründet und ist es mit einem jährlichen Umsatzvolumen von ca. 150 Mrd. US-Dollar eine der größten ölfirmen weltweit. Im Juli 2010 hatte die brasilianische Regierung mit einer kräftigen Finanzspritze Investitionen des Unternehmens von 224 Mrd. US-Dollar in die Offshore-Förderung ermöglicht, um ein in mehr als 5.000 Metern Tiefe unter einer Salzschicht gelegenes gigantisches ölfeld bis 2014 ausbeuten zu können. ölkatastrophen bei Offshore-Bohrungen wie etwa Herbst 2011 hatten jedoch immer wieder Kritik an dem auch als äußerst teuer eingeschätzten Vorhaben ausgelöst. (bh)