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"€ž?„ndere dein Konsumverhalten und schütze das Klima!"€?

Dies ist der Slogan der Kampagne „Klima und Konsum“, die das brasilianische Institut für Verbraucherschutz und das Institut „Vitae Civiles” mit Unterstützung des “Spezialfonds für die Umwelt” in São Paulo begonnen haben. Die Kampagne wurde anlässlich des “Internationalen Tages der Verbraucher” am 15. März gestartet. Die Kampagne soll den Zusammenhang zwischen Konsum und Klima aufzeigen.

Bereits 2008 hatten die Organisationen mit Aktionen zum Thema begonnen und damals den Zusammenhang zwischen der Abholzung des brasilianischen Regenwaldes für Weideflächen wegen des steigenden Fleischkonsums ins Visier genommen. Die Abholzung ist laut neuesten Studien für 70 Prozent der Treibhausgase Brasiliens verantwortlich.

Täglich 12 Millionen Tonnen Abfall

“Täglich zwölf Millionen Tonnen Abfälle, 1.200 neue Autos in unseren Straßen - ein Problem des Mobilitätsgedankens - und starke Überschwemmungen im Januar und natürlich der Fleischkonsum" skizziert die Koordinatorin der Kampagne, Adriana Charoux, die Probleme. Dazu würden auch in Kürze Materialien zum Download angeboten, so die Koordinatorin.

Bewusster Fleischkonsum, weniger versiegelte Flächen und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel seien Lösungsansätze für die genannten Probleme, erklärte Charoux. Ein verändertes Verbraucherverhalten, Druck auf Unternehmen und besser zugängliche Informationen zum Thema und entsprechende politische Maßnahmen müssten ineinandergreifen, um den Klimawandel zu stoppen.

Verbraucherrechte seit 1985 von der UNO anerkannt

Ab dem 17. März wird die Kampagne in verschiedenen Stadtvierteln von São Paulo mit Veranstaltungen, darunter auch einer Filmpräsentation, aktiv werden. Der Internationale Tag des Verbrauchers wird seit dem 15. März 1983 begangen. Im Jahr 1985 hat die UNO Verbraucherrechte anerkannt und in die Agenda aufgenommen. (bh)

Quelle: Adital