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Nationales Institut für indigene Sprachen gegründet

Schwester Dr. Birgit Weiler unterrichtet an der Jesuiten Universität „José Luis Montana“. Sie engagiert sich besonders für die indigene Bevölkerung in Peru. Hier bei einem Kurs in der Universität. (Symbolfoto: Adveniat/Jürgen Escher)
 

In Peru hat das Parlament die Gründung eines nationalen Instituts für den Schutz und die Förderung indigener Sprachen gegründet. Einstimmig wählte der zuständige Ausschuss für Kultur und Kulturerbe im Kongress für die Einsetzung des Gremiums, berichtet die Tageszeitung „En Linea Peru“ am Mittwoch, dem 3. April 2019, aus der Hauptstadt Lima.

Es sei im „nationalen Interesse“, dass die Sprachen und mündlichen Traditionen von rund einem Drittel der Bevölkerung, die sich im Andenland als „indigen“ bezeichnen, „untersucht, registriert, veröffentlicht und verbreitet“ werden, so die Aufgabenbeschreibung des Instituts. „Wir brauchen eine nationale Einrichtung, die für ähnliche Institutionen auf internationaler Ebene ein Ansprechpartner ist“, erklärte Perus Vize-Präsidentin für Interkulturalität, Elena Burga Cabrera die Initiative.

Sitz des ersten Spracheninstituts des Landes wird laut Beschluss Cusco, die einstige Hauptstadt des von den Spaniern eroberten Inka-Reiches sein. Finanziert wird die Behörde aus Staatsgeldern. In den 25 Regionen von Peru sind ein Viertel der Bevölkerung indigener Herkunft. Vier Prozent der rund 33 Millionen Peruanerinnen und Peruaner sind afro-peruanischer Herkunft, so Informationen der Statistikbehörde des Landes. 2019 haben die Vereinten Nationen zum „Internationalen Jahr der indigenen Sprachen“ erklärt. (bb)
 

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