El Salvador |

Mutmaßliche Jesuiten-Mörder kommen auf freien Fuß

Dokumentationszentrum der Jesuitenmorde an der UCA, der Univesidad Centroamericana in San Salvador. Foto: Adveniat/Steffen
Dokumentationszentrum der Jesuitenmorde an der UCA, der Univesidad Centroamericana in San Salvador. Foto: Adveniat/Steffen

In El Salvador kommen drei Militärangehörige wieder auf freien Fuß, die im Februar im Zusammenhang mit dem Massaker in der Katholischen Universität von San Salvador im November 1989 festgenommen worden waren. Das entschied der Oberste Gerichtshof in der Hauptstadt San Salvador, wie die Tageszeitung "La Prensa Grafica" berichtete. Damit bleibt nur noch ein Armeeangehöriger in Haft.

In der vergangenen Woche hatte das Oberste Gericht bereits einen vorliegenden Auslieferungsantrag Spaniens für mehrere Militärangehörige abgelehnt, die 1989 an der Ermordung von sechs Jesuiten beteiligt gewesen sein sollen.

Damals stürmte ein Kommando der Streitkräfte in die Universität und ermordete sechs jesuitische Theologen, eine Haushälterin und deren 15-jährige Tochter. Bei fünf Jesuiten handelte es sich den Angaben zufolge um Spanier.

Die Jesuiten hatten sich zuvor für die Beendigung des salvadorianischen Bürgerkrieges eingesetzt. Ihr Wortführer, der einflussreiche Philosophieprofessor Ignacio Ellacuria, sympathisierte dabei politisch eher mit den linken Rebellen. Die Bluttat löste weltweit Entsetzen aus. Wer die Auftraggeber des Massakers waren, konnte bis heute nicht schlüssig geklärt werden.

Quelle: KNA