Uruguay |

Mujica tritt als Senator zurück

Es sei Zeit zu gehen. José Mujica verabschiedet sich aus der Politik (Symbolfoto: U.S. Embassy photo: Pablo Castro)
Es sei Zeit zu gehen. José Mujica verabschiedet sich aus der Politik (Symbolfoto: U.S. Embassy photo: Pablo Castro)

In einem Interview mit der spanischen Nachrichtenagentur EFE hat Uruguays sozialdemokratischer Ex-Staatspräsident José «Pepe» Mujica seinen Abschied aus der aktiven Politik angekündigt. «Ich sehe mein Alter von 83 Jahren und dass ich dem Tode immer näher komme», sagte der beliebte Linkspolitiker und Ex-Guerrillero am Dienstag, den 7. August 2018. Er tritt von seinem Mandat im Senat zurück. Der offizielle Rücktritt werde am 14. August 2018 schriftlich erfolgen.

«Es gibt eine Zeit zum Kommen, und es gibt eine Zeit zum Gehen, so wie die Blätter von den Bäumen fallen, so fallen auch wir», so Mujica in seiner typisch bildlichen Sprache, für die der passionierte Imker im August einen spanischen Poesie-Preis verliehen bekommen wird. Der Altpolitiker hatte seinen Rücktritt vom Senatsmandat bereits vergangene Woche gegenüber lokalen Medien bekannt gegeben, was landesweit für Spekulationen über die künftige Bedeutung des Politstars in der urugayischen Innenpolitik sorgte.

José Amorín Battle von der konservativen «Partido Colorado» etwa erklärte gegenüber der Tageszeitung «El País», er werde Mujica im Parlament «vermissen». Allerdings glaube er, der Ex-Staatschef werde im Wahlkampf 2019 eine zentrale Rolle spielen, sein Rücktritt sei nicht endgültig, sondern Wahlkampftaktik. Auch der nationalistische Senator Carlos Camy zeugte Mucija für sein «politisches Gewicht» Respekt, er sei einer der wenigen Politiker mit «dem Willen, Themen in ihrer ganzen Tiefe diskutieren zu wollen». Mujicas politsches Erbe werde «die Zeit und Legislaturperioden überdauern». (bb)