Peru |

Müttersterblichkeit deutlich gesenkt

Die Müttersterblichkeitsrate in Peru ist in den vergangenen neun Jahren um fast 45 Prozent zurückgegangen. Wie das peruanische Gesundheitsministerium am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, starben im Jahr 2008 auf 100.000 Lebendgeburten 103 Mütter. Im Jahr 2000 waren es noch 185 Mütter.
Das südamerikanische Land nähere sich damit dem Millenniumsziel der Vereinten Nationen (UN), bis 2015 die jährliche Rate auf 65 Todesfälle pro 100.000 Lebendgeburten zu senken, sagte Gesundheitsminister Oscar Ugarte in der Hauptstadt Lima. Der Rückgang der Müttersterblichkeit habe vor allem mit den verbesserten Bedingungen bei Geburten in ländlichen Gebieten zu tun, die heute mehr und mehr von ausgebildeten Geburtshelfern assistiert würden.
Peru erreichte im Jahr 2008 das UN-Millenniumsziel bezüglich der Kindersterblichkeit. Während im Jahr 2000 noch 57 von 1.000 Kindern bis zum fünften Lebensjahr starben, waren es im Jahr 2008 nur noch 19; im Jahr 2009 ist nach Angaben Ugartes die Zahl sogar auf 18 zurückgegangen. In Peru leben 39 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Die acht Millenniumsziele, die im Jahr 2000 auf dem UN-Millenniumsgipfel in New York festgelegt wurden, sehen vor, die Armut bis 2015 entscheidend zu verringern.
Die niedrigste Müttersterblichkeit weltweit hat einer Studie von Wissenschaftlern der Universität von Washington in Seattle zufolge Italien. Dort sterben laut einer Mitte April in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Studie pro Jahr durchschnittlich vier Mütter bei der Geburt ihres Kindes; in Deutschland seien es sieben von 100.000 Frauen. In Indien, Nigeria und Pakistan sei das Risiko für werdende Mütter besonders hoch.

Quelle: kna