Mexiko |

Mordvorwürfe gegen Sicherheitsminister

Die prominente mexikanische Journalistin Anabel Hernández hat führenden Politikerin in ihrem Heimatland vorgeworfen, ihre Ermordung zu planen. Konkret beschuldigte die renommierte Buchautorin den mexikanischen Sicherheitsminister Genaro Garcia Luna und dessen Untergebenen Luis Cardenas Palomino den Auftrag erteilt zu haben, sie aus dem Weg räumen zu lassen. Nach eigenen Angaben hätte eine anonyme Quelle, der Hernández voll und ganz vertraue, Informationen über das bevorstehende Attentat mitgeteilt. Dabei hätten Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes verschiedene Varianten wie eine fehlgeschlagene Entführung, einen Raubüberfall oder einen simulierten Unfall zur Vortäuschung des Mordes geplant. Hernández schaltete aufgrund der Informationen die Nationale Menschenrechtskommission (CNDH) ebenso ein wie die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft.

Anabel Hernández hat als Autorin des Buches "Los senores del narco" (Die Herrschaften des Drogenhandels) über die Verstrickung der mexikanischen Politik und Justiz in den Drogenhandel berichtet. Das Buch ist in der vergangenen Woche in Mexiko erschienen. (TK)