Mexiko |

Montezumas Kopfschmuck wieder ausgestellt

Ein wertvoller Kopfschmuck, der vermutlich dem letzten Herrscher der Azteken Montezuma II gehörte, wurde nach zwei Jahren Restauration wieder in Wien ausgestellt. Ein Team von österreichischen und mexikanischen Forschern hat in den vergangenen 24 Monaten mit neuesten Technologien den Verfall des mehr als 500 Jahre alten Stückes verhindert. „Unser größtes Anliegen war die Erhaltung des Stücks. Es war in einem sehr schlechten Zustand, jetzt ist es in einem guten“, erläuterte Alfonso de Maria Campos, Generaldirektor des Nationalen Instituts für Anthropologie in Mexiko, am 15. November vor der Presse.

Darüber hinaus hat das Expertenteam weitere Forschungen darüber angestellt, wie der Kopfschmuck hergestellt wurde. Es seien grüne Quetzalfedern, rote Federn eines Papageis und braune eines Vaqueros sowie türkise und hellblaue Federn von nicht identifizierbaren Vögeln für die Herstellung verwendet worden. Diese seien wie ein Ventilator auf einem Grundkörper angebracht worden und verlaufen trapezförmig nach oben. Laut Campos seien solche Federn im 16. Jahrhundert von größerem Wert gewesen als Gold und hätten somit höchstwahrscheinlich eine wichtige Persönlichkeit geschmückt.

Besitzer nach wie vor ungeklärt

Ob die Federn aber tatsächlich den Aztekenkaiser Montezuma II schmückten, sei nach wie vor ungeklärt und bedürfe Campos´ zufolge weiterer Nachforschungen. Die Legende besagt, dass der Aztekenherrscher im Jahr 1519 diesen Schmuck dem spanischen Eroberer Hernan Cortes als Zeichen des Friedens geschenkt habe. Da dies bisher nicht bestätigt werden konnte, hat das Forscherteam dem Schmuck den neuen Namen „Federschmuck des Antiken Mexikos“ gegeben. (aj)