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Mit Adveniat den Aufbruch wagen

Essen / Mannheim. Adveniat ist dabei, wenn es vom 16. bis 20. Mai beim Katholikentag in Mannheim heißt: „Einen neuen Aufbruch wagen.“ Mit im Gepäck hat das Lateinamerika-Hilfswerk die Aktion 2012, bei der Kirchliche Basisgemeinden im Mittelpunkt stehen. Unter dem Biblischen Leitwort „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20) stellt Adveniat diesen Pastoralansatz vor, der auch in Deutschland Wege aufzeigen kann, als Kirche vor Ort lebendig zu sein: Die Kirchlichen Basisgemeinden verknüpfen Gottesdienst, Schriftlesung, Gebet und geistliches Leben mit gesellschaftlichem Engagement.

„Gemeindeleitung durch Laien. Erfahrungen von Basisgemeinden und Laien weltweit“, lautet das zentrale Podium, das am Samstag von 14 bis 15.30 Uhr im CC Rosengarten (Rosengartenplatz 2) im Johann-Wenzel-Stamitz-Saal stattfindet. An dem von Journalist Alexander Foitzik moderierten Podium nehmen teil: Bischof em. Dr. Fritz Lobinger (Südafrika) und Padre José Marins (Brasilien/USA), Wendy Louis (Förderation Asiatischer Bischofskonferenz, Singapur), Arthur Goh (Pastoralinstitut Singapur) und Dieter Tewes (Nationalteam KCG Deutschland).

„Nein zur Gewalt! Jugendgewalt in Deutschland und Brasilien“, heißt es am Freitag von 16 bis 17.30 Uhr, wenn Christian Frevel von Adveniat, Sebastian Koppers-Löhr von der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) und Felipe da Silva Freitas von der Nationalen Kampagne gegen Gewalt von Jugendlichen in Brasilien auf dem Podium in der Jungbuschschule (Werftstr. 6) sitzen. Mit diesem Thema lenkt Adveniat auch einen Blick auf den Weltjugendtag 2013 in Rio de Janeiro.

Unter dem Motto „Mit dem roten Rucksack unterwegs durch die Welt wo Himmel und Erde sich begegnen“ präsentiert sich Adveniat zusammen mit den anderen fünf katholischen Hilfs- und Missionswerken auf der Eine-Welt-Bühne auf dem Toulonplatz. Auf einer Weltreise hat der rote Rucksack Geschichten gesammelt, die vom Aufbruch aus Unterdrückung und Armut und von der gelebten Vision einer gerechteren Welt erzählen. Adveniat liefert zum bunten Bühnenprogramm bolivianische und brasilianische Musik, Capoeira-Tänzer und eine Schau mit lateinamerikanischen Trachten. Am Adveniat-Stand, der sich ebenfalls auf dem Toulonplatz befindet, stehen die Themen Basisgemeinden samt Facebook-Mitmachaktion, Laien in der pastoralen Arbeit der Kirche in Lateinamerika und der Weltjugendtag 2013 in Brasilien im Mittelpunkt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen die Arbeit des Hilfswerkes vor und Gäste aus Lateinamerika berichten aus ihrem Alltag. Dass Gemeinschaft auf Südamerikanisch besonders gut schmeckt, können die Besucher beim Mate-Tee trinken erleben.

Drei Tage Lateinamerika zum Erzählen, Tanzen, Singen und Begreifen gibt es in der angrenzenden Friedrich-List-Schule im Klassenraum E21. Unter der Überschrift „Mundo Latino Lateinamerika hautnah“ gibt es dort von Donnerstag bis Samstag von 11 bis 14 Uhr Werkstätten, Gespräche und Informationen zu Themen aus Lateinamerika und von 14.30 bis 18 Uhr Betreuungsprogramm mit Basteln und Tanzen für Kinder von vier bis zwölf Jahren. Im Raum E11 zeigt Adveniat zusammen mit Caritas international die Ausstellung „Farben inmitten der Armut. Kunst und Dokumentation zu Haiti vor und nach der Katastrophe“. Bilder des haitianischen Künstlers Fritzner Cedon und Fotografien des Wiederaufbaus erinnern an das schwere Erdbeben auf der Karibikinsel.