Guatemala |

Minenstreit zwischen Kirche und Regierung

In Guatemala hat sich der Streit zwischen der katholischen Kirche und der Regierung von Staatspräsident Álvaro Colom weiter zugespitzt. Kardinal Rodolfo Quezada verurteilte die jüngst beschlossene Lizenz-Verlängerung für die beiden Explorationsfirmen Perenco (Frankreich) und GoldCorp (Kanada). Die beiden Unternehmen sind in der ölförderung und dem Gold-Bergbau tätig.

Nach der Kritik von zwei Regierungssprechern an der Haltung Quezadas, teilte der Kardinal mit, vorerst nicht mehr den Präsidentenpalast aufsuchen zu wollen.

In dem mittelamerikanischen Land tobt eine hitzige Debatte um die Zukunftstauglichkeit des Bergbaus. Regierungspolitiker und Teile der Gewerkschaften sprechen sich für eine Fortführung des Bergbaus und der ölförderung aus, die Kirche sieht einer Gefahr schwerer Umweltschäden für die Region. Bereits bei vorangegangenen Projekten hatte es in Guatemala schwere Verstöße gegen Umweltauflagen gegeben. (tk)