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Mindestens 380 Migranten sterben 2019 an Grenzen

Mexiko Lateinamerika Migranten

Immer öfter werden Migranten Opfer von Schlepperbanden. Foto (Symbolbild Migrantenherberge in Mexiko): Adveniat/Matthias Hoch

Auch in Lateinamerika kostet das Verlassen der eigenen Heimat und das Überqueren der Staatsgrenzen viele Menschen das Leben. Einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge sind im laufenden Jahr 2019 bereits mindestens 380 Migrantinnen und Migranten bei dem Versuch gestorben, illegal in andere Länder einzureisen, ein Anstieg um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch, 19. Juni 2019. 

"Allein dieser Monat ist gezeichnet von mehreren Tragödien an der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko, wo seit dem 30. Mai mindestens 23 Menschen gestorben sind, durchschnittlich mehr als ein Mensch pro Tag", kritisierte Joel Millman, Sprecher der UN-Migrationsbehörde OIM die Folgen von Abschottungspolitik und fehlender staatlicher Hilfe für Migrantinnen und Migranten. Wegen fehlender legaler Einreisemöglichkeiten für Latinos aus Mittel- und Südamerika sind diese zunehmend abhängiger von Schleppern, die immer gefährlichere Wege suchen.

Derweil forderten die Venezolanische Bischofskonferenz und die Caritas Venezuelas Regierung auf, für Aufklärung von drei Bootsunglücken der letzten zwei Monate mit Dutzenden Vermissten zu sorgen, berichtet die Nachrichtenagentur KNA. Aufgrund der schwierigen Lage in Venezuela könnten immer mehr Menschen zu Opfern von Menschenhändlern werden, warnen die Bischöfe in einer am Dienstag, 18. Juni 2019 veröffentlichten Erklärung. So sei das Schicksal von 92 mit Flüchtlingsbooten gekenterten Venezolanern bis heute ungeklärt. (bb)