Honduras |

Mindestens 27 Tote bei Fischerboot-Untergang

Lateinamerika Adveniat Küste Meer Mittelamerika

Fischer vor der Küste Panamas. Foto (Symbolbild): Adveniat/Achim Pohl

Beim Untergang eines Fischerbootes in Honduras sind mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Tageszeitung "La Prensa" am Mittwoch, 4. Juli 2019, berichtet, würden neun Personen vermisst. Insgesamt 55 Bootsinsassen hätten das Unglück überlebt, so José Meza, Armee-Pressesprecher, über die Havarie des Schiffes "Capitán Waly" nahe der Karibik-Insel Gayo Gorda.

Das Boot war am 1. Juli 2019 in Richtung Fanggründe aufgebrochen, um rund 80 Seemeilen vor der Küste nordöstlich der Hafenstadt Puerto Lempira Langusten und Seegurken zu fangen. Unter den ertrunkenen Seeleuten sind laut Angaben der honduranischen Marine Fischer, Taucher und Cayuqeros (Helfer der Taucher). Die meisten der Opfer kommen aus der Hafenstadt La Mosquitia, von wo das Boot abgelegt hatte.

Aus der Hauptstadt Tegucigalpa wurden Gerichtsmediziner zur Identifizierung der Opfer per Helikopter eingeflogen. Grund für die Tragödie sei starker Wind und hoher Seegang, berichtet "La Prensa". Den Behörden zufolge werde auch untersucht, ob das Schiff zu viel Personal mit an Bord genommen habe, um mehr Fang und damit mehr Einnahmen zu generieren. Auch technische Fehler seien nicht ausgeschlossen. Wenige Stunden vor dem Untergang der "Capitán Waly" war ein anderes Fischerboot in Seenot geraten. Nach einem Rettungseinsatz wurden alle 49 Fischerleute gerettet. (bb)  

Weitere Nachrichten zu: Panorama