Mexiko |

Millionen-Ausgaben für den Wahlkampf

Die 17.670 Kandidatinnen und Kandidaten um das Rennen um die Präsidentschaft sowie für die Wahlen auf Bundes- und Lokalebene am Sonntag in Mexiko haben laut dem Nationalen Wahlgericht (INE) umgerechnet rund 164 Millionen Euro ausgegeben. Auf der Einnahmenseite stehen umgerechnet rund 173 Millionen Euro. Laut INE haben die Kandidaten auf Bundes- und Lokalebene noch bis zum Samstag, den 30. Juni 2018, Zeit ihre Finanzen offen zu legen. Bei Verstößen gegen die Meldepflicht drohen hohe Bußgelder, berichtet die Tageszeitung „Excelsior“ am Freitag, den 29. Juni 2018.

Das gaben die Kandidaten aus

Auch die Präsidentschaftskandidaten haben ihre Bücher dem Wahlgericht gemeldet. An der Spitze der Ausgaben steht Ricardo Anaya vom Bündnis „Por México al Frente“ mit Ausgaben in Höhe von umgerechnet rund 14 Millionen Euro. José Antonio Meade von der Koalition „Todos por México“ hat circa 11 Millionen Euro ausgegeben. Der in den Umfragen vorne liegende Linkskandidat Andrés Manuel López Obrador von „Juntos Haremos Historia“ kommt auf rund 3 Millionen Euro. Der unabhängige Kandidat Jaime Rodríguez Calderón gab rund eine halbe Million Euro aus. Zum Vergleich gaben die deutschen Parteien beim Bundestagswahlkampf 2017 rund 73,5 Millionen Euro aus. Dazu kommen bei 299 Wahlkreisen pro Wahlkreis und Partei noch zwischen 30.000 bis 40.000 Euro. (bb)