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Milliarden-Investitionsprogramm soll Wachstum ankurbeln

Mexiko-Stadt Lateinamerika

Bürotürme in Mexiko-Stadt. Foto: Flickr, Nicolas Vigier, CC0 1.0

In Mexiko soll ein staatlich-privates Investitionsprogramm für den Bau neuer Straßen, Häfen, Flughäfen, Bahnlinien und in anderen Bereichen wie Telekommunikation, Wasser und Tourismus das lahmende Wirtschaftswachstum ankurbeln. Präsident Andrés Manuel López Obrador stellte den „Nationalen Investitionspakt Infrastruktur“ am Dienstag, 26. November 2019, vor und bat die Privatwirtschaft um Mitwirkung, berichtet die Tageszeitung „El Heraldo de México“ von dem Mammut-Projekt.

Die Gesamtinvestitionen würden sich bis 2024 auf 859 Milliarden Pesos (43 Milliarden US-Dollar) belaufen. Der Staat will insgesamt 147 Bauvorhaben vergeben, davon 42 Autobahnen, 22 Häfen und 29 Flughäfen. López Obrador erklärte, dass über die Hälfte der Projekte schon im nächsten Jahr begonnen werden sollten, so die Nachrichtenagentur AP. Bei der Privatwirtschaft stieß das staatliche Bauprogramm auf positive Resonanz. Carlos Hank Gónzales, Präsident der Bankengruppe „Banorte“ erklärte auf Twitter, „die Entwicklung Mexikos ist für alle“.

Adrián Otero, Generaldirektor der „Scotiabank México“, nannte das Konjunkturpaket eine „Möglichkeit für Geschäfte zur Entwicklung Mexikos“. Die Wirtschaft des mittelamerikanischen Landes befindet sich seit neun Monaten formal in einer Rezession, so Daten des Nationalen Statistikinstituts. Besonders der Bausektor leidet unter dem Investitionsstau, 2018 brach der Wirtschaftszweig gegenüber dem Vorjahr um über zehn Prozent ein. Das Infrastrukturprogramm ist neben dem Freihandelsabkommen mit den USA, das noch vom mexikanischen Parlament verabschiedet werden muss, die zweite Säule der Regierungspolitik für mehr Wachstum. (bb)

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