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Milleniumsziel bei Müttersterblichkeit gefährdet

Die Müttersterblichkeit blieb in den letzten Jahren in Mexiko anhaltend hoch. Seit 2002 sind die Indizes nicht wesentlich gesunken. Im Jahr 2000 kamen pro 100.000 Geburten knapp 50 Mütter ums Leben. Diese Zahlen will das Land mit einem nationalen Gesundheitsprogramm bis 2012 verbessern.

Das Programm hatte 2007 begonnen und soll mit einer besseren Gesundheitsversorgung bei Geburten den Index um 10 Prozent reduzieren. Bei 92 Prozent der Geburten soll Fachpersonal in jenen 100 Gemeinden zugegen sein, in denen der Index der menschlichen Entwicklung besonders schlecht ausfällt. Zudem sollen Netzwerke zur Versorgung der Mütter aufgebaut werden.

Monitoring-Stelle für Entbindungen eröffnet

Um mindestens die von Mexiko als Milleniumsziel für das Jahr 2015 ausgegebene Zahl von maximal 22 gestorbenen Müttern bei 100.000 Geburten zu erzielen, müsse „ein bisschen Gas gegeben werden“, erklärte Gesundheitsminister José Ángel Córdova Villalobos.

Angesichts der alarmierenden Situation im Land eröffnete der Minister in Nuevo Leon eine Monitoring-Stelle zur Sicherung und Überwachung der Qualität von Entbindungsstationen in Mexiko.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation OAS ereignen sich 99 Prozent der jährlich 500.000 Fälle von Müttersterblichkeit während der Geburt in Entwicklungsländern. Gründe sind fehlende medizinische Versorgung und unzureichend qualifiziertes Personal. (bh)

Quelle: Adital