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Militärpräsenz an der Grenze wird verstärkt

600 zusätzliche Soldaten sollen Flüchtlingsstrom aus Haiti eindämmen.

Die Dominikanische Republik will die Grenze zu Haiti stärker absichern, um den Flüchtlingsstrom aus dem Nachbarland unter Kontrolle zu bekommen. 600 Soldaten sollen die schon stationierten Grenztruppen verstärken, sagte Generalmajor Joaquin Virgilio Perez Feliz am Montag (11.10.). Weiterhin soll das Militär Schmuggel- und Drogengeschäfte stoppen.

Drei Tage vor dem Entschluss die Zahl der Grenzsoldaten zu erhöhen, hatte der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter die Migrationsproblematik bei einem Besuch in der Dominikanischen Republik kritisch kommentiert. Er sagte, der Flüchtlingsstrom aus Haiti sei nicht aufzuhalten. Der Außenminister der Dominikanischen Republik, Carlos Morales Troncoso, reagierte verärgert auf Carters Äußerungen und nannte sie eine „unnötige Einmischung“.

Haiti ist das ärmste Land Amerikas und mehr als 100 Haitianer versuchen jede Woche illegal in die Dominikanische Republik zu flüchten. In viele Grenzstädten arbeiten Haitianer unter härtesten Bedingungen und meist ohne Papiere als Tagelöhner.

Text: jam