Bolivien |

Milch-Fonds dank Alkohol-Steuer

Boliviens Senat hat ein Gesetz zur Gründung und Finanzierung eines Milch-Fonds verabschiedet, der mit Geldern aus der Besteuerung alkoholischer Getränke gefüllt werden soll. "Als Sozialstaat ist die Gesundheit der Kinder oberste Priorität", kommentierte Senats-Präsident Héctor Arce Gesetz Nr. 707. Mit Steuereinahmen auf Bier, Schnaps und Wein und deren Einspeisung in den PROLECHE-Fonds werde "die Ernährung der am meisten Bedürftigen gestärkt", so Arce von der regierenden "Bewegung zum Sozialismus".

Das Gesetz, das nun vom Präsidenten unterzeichnet werden muss, soll rund sieben Millionen US-Dollar allein durch die Besteuerung von Bier einspielen. Abgaben auf Spirituosen könnten den Milch-Topf auf 15 Millionen US-Dollar ansteigen lassen. Unterschieden wird zwischen Alkohol-Verkaufssteuer mit 0,40 – 1,30 Bolivianos und der Importabgabe mit 0,10 Bolivianos/Liter.

Verwaltet werden die Gelder zur Stützung des Milchpreises über direkte Subvention von Milchproduzenten durch Pro Bolivia, einer Verwaltungseinheit des Ministeriums für Wirtschaftsförderung. Boliviens größte Brauerei CBN teilte am Dienstag ihre Bereitschaft zur Kooperation mit. Man werde trotz harten Wettbewerbs jährlich rund 35 Millionen Bolivianos (4,9 Millionen US-Dollar) beisteuern, so CBN-Sprecher Ivo Blazicevic. (bb)