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Migranten-Karawane wartet vor US-Grenze

Ein Grenzzaun der USA. (Foto: Schmidt/Adveniat)
Ein Grenzzaun der USA. (Foto: Schmidt/Adveniat)

Wegen Engpässen am Grenzübergang in der mexikanischen Zwei-Millionen-Einwohnerstadt Tijuana hat sich die Masseneinreise hunderter Migranten aus Mittelamerika in die USA verzögert. Ursprünglich war sie für dieses Wochenende geplant. Wie US-Nachrichtensender am Montag, den 30. April 2018, berichten würden die Männer, Frauen und Jugendlichen am Grenzzaun verharren und die Absperrung hochklettern, während auf der US-Seite Sympathisanten Schilder mit Fahnen der Herkunftsländer der Migranten und „Flüchtlinge willkommen!“ hochhalten.

Am Sonntag, den 29. April 2018, war zudem eine weitere Gruppe von rund 150 Menschen in der Grenzstadt an der Atlantikküste angekommen. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, seien in Tijuana 30 Migranten den Grenzzaun hochgeklettert und hätten aus Protest gegen die restriktive Einwanderungspolitik der US-Regierung Slogans über die Schwierigkeiten von Flüchtlingen gerufen. „Wir wollen dem Präsidenten der USA sagen, dass wir keine Kriminellen und keine Terroristen sind. Dass er uns die Möglichkeit gibt, ohne Angst zu leben“, zitiert AFP Irineo Mujica von der Menschenrechtsgruppe „Menschen ohne Grenzen", die den Konvoi organisierte.

USA drohen mit Festnahmen

Auf der US-Seite seien zudem Grenzbeamte zu sehen gewesen, welche die Migranten beobachteten. In der Vorwoche war ein Konvoi mit rund hundert Migranten in der mexikanischen Grenzstadt Mexicali eingetroffen. Das US-Heimatschutzministerium hatte immer wieder Warnungen an die Flüchtlinge aus El Salvador, Honduras und Guatemala ausgesprochen. Die Behörden kündigten zudem an, die Migranten im Falle eines Grenzübertritts festnehmen zu lassen. Diese haben jedoch erklärt, sie würden legal einreisen wollen. (bb)

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