Chile |

Michelle Bachelet und Pablo Longuiera gewinnen Vorwahlen

Bei den in Chile am Sonntag, 30. Juni, abgehaltenen Vorwahlen konnten Michelle Bachelet und Pablo Longuiera die meisten Stimmen auf sich vereinen. Michelle Bachelet erhielt im linken Bündnis 73 Prozent und wurde bereits nach den ersten Hochrechnungen als Siegerin verkündet. Ihr Herausforderer Andrés Velasco bekam lediglich 13 Prozent der Stimmen. Im derzeit regierenden konservativen Bündnis fiel das Ergebnis deutlich knapper aus. Pablo Longuiera lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Andrés Allamand. Longuiera siegte schließlich mit 51 Prozent der Stimmen. Andrés Allemand erhielt 48 Prozent der Stimmen.

Der Sieg der linken Kandidatin Michelle Bachelet kommt für viele nicht überraschend. Die ehemalige Präsidentin, die Chile von 2006 bis 2010 regierte, gilt bis heute als eine der beliebtesten Politikerinnen in dem südamerikanischen Land. Sie übernahm die vergangenen drei Jahre die Führung der Gleichstellungsagentur der Vereinten Nationen UN-Women und legte dieses Amt nieder, um in ihrem Heimatland nochmals für das höchste Staatsamt zu kandidieren.

Der derzeitige Präsident Sebastian Piñera ist der erste konservative Staatschef in Chile seit 20 Jahren. Die Verfassung des südamerikanischen Landes untersagt ihm eine weitere Kandidatur für das Amt, welches am 17. November gewählt wird. Piñera hat in den vergangenen Monaten, auch vor dem Hintergrund der seit mehr als einem Jahr anhaltenden, gerade wieder erstarkten Studentenproteste, stark an Popularität verloren. (aj)