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Mexiko: Oberster Gerichtshof stoppt Legalisierung von Abtreibung

In Gericht hat in Mexiko die Legalisierung von Abtreibungen im Bundesstaat Veracruz gestoppt. Die Entscheidung war sowohl von Gegner und Befürwortern mit Spannung erwartet worden. 

Mit einer vier zu eins Entscheidung hat der Oberste Gerichtshof Mexikos eine Legalisierung von Abtreibung im ostmexikanischen Bundesstaat Veracruz verhindert. Die entscheidende Abstimmung wurde am Mittwoch, 29. Juli 2020, getroffen und von Aktivisten beider Lager - der Befürworter und der Gegner von Abtreibungen mit Spannung erwartet. 

Mit dieser Entscheidung hat die höchste juristische Instanz des nordamerikanischen Landes ein Urteil eines Richters in Veracruz abgewiesen. Dieser hatte vorgesehen, Schwangerschaftsabbrüche bis zur 12. Woche der Schwangerschaft legal vornehmen zu können. Experten gehen davon aus, dass dieses Urteil ein Exempel für zahlreiche andere Bundesstaaten geworden wäre. Abtreibungen hätten schließlich in ganz Mexiko legalisiert werden können. Bisher sind Abbrüche im ersten Trimester der Schwangerschaft lediglich in Mexiko-Stadt und Oaxaca möglich.

Zahlreiche Aktivisten hatten gehofft, dass der Oberste Gerichtshof die Entscheidung unterstützen würde. „Diese Entscheidung könnte uns ermöglich auch in anderen Staaten, in denen restriktive Vorschriften für Abtreibungen gelten, Unterlassungen oder andere Maßnahmen anzustreben“, sagte Rebecca Ramos, die Vorsitzende der Organisation GIRE, bevor das Urteil gefällt wurde. Abtreibungsgegner betrachtet die Entscheidung als Sieg. „Heute hat das Leben triumphiert“, sagte Rodrigo Iván Cortés von der Organisation Pro Life. Der Kampf gehe allerdings weiter, da in naher Zukunft juristische Entscheidungen zu diesem Thema in zahlreichen Bundesstaaten anstünden.

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