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Mexiko lässt hunderte Migranten verhaften

In der Kapelle Santa Marta in Salto de Agua finden Migranten für ein paar Tage Zuflucht. (Symbolfoto: Adveniat/Matthias Hoch)

In Mexiko sind am Montag (Ortszeit) mehrere hundert mittelamerikanische Migranten festgenommen worden, die sich im Rahmen eines Flüchtlingstrecks auf den Weg in Richtung USA gemacht haben. Wie mexikanische Medien berichteten, wurden dabei auch Dutzende Frauen und Kinder gegen ihren Willen im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas verhaftet und in offiziellen Fahrzeugen weggebracht.

Augenzeugen berichteten dabei von zwei getrennten Aktionen, bei denen die Sicherheitskräfte versuchten, die Migranten aus einer insgesamt 3.000 Menschen umfassenden Karawane zu verhaften. Mitglieder der Nationalen Kommission für Menschenrechte (CNDH) erklärten. "Wir haben diese Aktion dokumentiert." Nach Angaben der Behörden befinden sich derzeit rund 7.500 Migranten in Chiapas.

Bereits im vergangenen Herbst hatte sich eine weltweit beachtete Migrantenkarawane aus Honduras auf den Weg in Richtung USA gemacht. Im nordmexikanischen Tijuana versuchten damals einige hundert Menschen, die US-Grenze zu stürmen, wurden aber von US-Beamten zurückgedrängt. Danach löste sich die Karawane in verschiedene Gruppen auf: Ein Teil der Migranten ist inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt, andere erhielten Asyl in den USA, wieder andere wollen in Mexiko bleiben. (KNA)

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