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Mexiko für Journalisten besonders gefährlich

Anlässlich des heutigen Internationalen Tags der Pressefreiheit finden in vielen Ländern Lateinamerikas Aktionen statt. In Mexiko beschäftigt sich ein Forum am Parlamentssitz von Xiconténacl mit der „Straflosigkeit als Einschränkung der Pressefreiheit und der demokratischen Regierungsfähigkeit im 21. Jahrhundert“. Mexiko gilt als gefährlichstes Land Lateinamerikas für Journalisten: 2010 wurden nach Angaben der Nationalkommission für Menschenrechte (CNDH) neun Journalisten getötet, vier verschwanden, 64 wurden bedroht.

In Boliviens Hauptstadt La Paz organisiert die UNESCO gemeinsam mit der Nationalen Pressevereinigung (ANP) ein Forum zum Thema Pressefreiheit mit dem kolumbianischen Experten Javier Darío Restrepo. Die bolivianische „Vereinigung der Pressearbeiter“ und die Gewerkschaft der unabhängigen Journalisten von Santa Cruz marschieren heute schwarz gekleidet zum Justizpalast, um gegen mangelnde Auskunftsbereitschaft der Justizbehörden zu demonstrieren.

In Kolumbien wie auch in Peru und Venezuela werden heute UN-Informationsmaterialien zur Pressefreiheit und zu Menschenrechten verteilt. In den kolumbianischen und chilenischen Hauptstädten gibt es Seminare über die Chancen und Beschränkungen neuer Medien und Technologien im Hinblick auf Meinungsfreiheit, Demokratie und Entwicklung.

Die wichtige Rolle der Bürgerradios unterstreicht die Weltvereinigung der Bürgerradios (Asociación Mundial de radios Comunitarias - Amarc): Bürgerradios trügen erheblich dazu bei, Armen und Benachteiligten und der Zivilgesellschaft eine Stimme zu geben. Rund 4.000 Bürgerradios in mehr als 115 Ländern sind Mitglied der Dachvereinigung Amarc. (vh)

Quelle: Adital