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Menschenrechtspreis für Jos?© Raül Vera Lüpez

José Raúl Vera López, Bischof von Saltillo in Mexiko, ist der Professor-Thorlof-Rafto-Gedenkpreis verliehen worden. Vera López habe die Auszeichnung für sein Engagement für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte in seinem Heimatland erhalten, hieß es in der Begründung der Rafto-Stiftung. Er habe sich nicht nur als kompromissloser Kritiker von Machtmissbrauch gezeigt, sondern mache sich auch als Fürsprecher benachteiligter Bevölkerungsgruppen stark. Zu diesen Gruppen zählen beispielsweise die Indigenen Mexikos und die überwiegend aus Zentralamerika stammende Migranten.

Vera López prangere unter Gefährdung seiner eigenen Sicherheit Menschenrechtsverletzungen, Machtmissbrauch, Korruption und mangelnde Rechtssicherheit im Land an. Trotz der Kritik von Regierung und Teilen der Kirche, setze er seine Arbeit entschieden fort.

Die Thorolf Rafto - Stiftung für Menschenrechte wurde 1986 im norwegischen Bergen gegründet. Sie fördert Menschen, die sich jahrelange für Unterdrückte und Verfolgte einsetzten. Seit 1987 verleiht die Stiftung jährlich den Professor-Thorlof-Rafto-Gedenkpreis. Damit trägt sie auch dazu bei, Menschenrechtsverletzungen in den Fokus der öffentlichkeit zu rücken.

„Unser langjärhiger Projektpartner Bischof Vera López ist sehr engagiert in der Migrantenseelsorge. Außerdem ist er Vorsitzender des Nationales Zentrum für Indigenenmission (CENAMI)“, so Stefanie Hoppe, Referentin des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat. „Er gilt als einer der profiliertesten Bischöfe Mexikos.“ – (pw)