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Menschenrechtler stärker bedroht

Menschenrechtler in Lateinamerika sind laut Amnesty International zunehmend gefährdet. Journalisten und Gewerkschafter würden bedroht, angegriffen und getötet, heißt es in einem Bericht der Organisation, der am Freitag in Berlin vorgestellt wurde. Betroffen seien auch Aktivisten, die sich für Frauenrechte, sexuelle Minderheiten oder Migranten engagierten. Amnesty forderte deshalb die Bundesregierung auf, vor Ort deutlicher auf den Schutz der Menschenrechtler zu pochen. Hintergrund sind nach AI-Angaben auch Landkonflikte, die durch Entwicklungs- und Bergbauprojekte entstehen.

In dem Bericht heißt es weiter, die Menschenrechtler bekämen nur wenig Hilfe von den zuständigen Regierungen. Vielmehr seien staatliche Sicherheitskräfte, paramilitärische Gruppen sowie die organisierte Kriminalität für Attacken verantwortlich. Zudem würden die Aktivisten "konstruierter Verbrechen bezichtigt und als Störenfriede und Lügner bezeichnet".

Quelle: KNA