Brasilien |

Menschenrechtler bitten Gauck um Einsatz für Indigene

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Bundespräsident Joachim Gauck appelliert, sich in Brasilien für indigene Gemeinschaften einzusetzen. "Wir müssen befürchten, dass mühsam erkämpfte Grundrechte der Ureinwohner gleich durch mehrere Gesetzesvorhaben massiv eingeschränkt werden", schrieb die GfbV am Dienstag an den Bundespräsidenten, der am Donnerstag, 9. Mai, nach Kolumbien und Brasilien aufbricht. Darüber hinaus hofft die Menschenrechtsorganisation, dass Gauck in Brasilien direkt mit Repräsentanten der Indigenen und Menschenrechtlern spricht.

Laut Gesetz solle künftig der Kongress die Grenzen indigenen Landes in Brasilien bestimmen, berichtete die GfbV-Referentin für indigene Völker, Yvonne Bangert. Da der Kongress jedoch laut Bangert die Interessen von Landbesitzern und Wirtschaft vertritt, fürchteten die Indigenen und Menschenrechtler, dass Schutzgebiete gefährdet werden und neue Grenzfestlegungen unterbleiben. Die GfbV warnte in ihrem Appell an Gauck davor, dass die Unruhe unter der indigenen Bevölkerung Brasiliens weiter zunehmen wird. So wurde bereits mehrfach die Baustelle des umstrittenen Staudammprojekts Belo Monte am Rio Xingu von Indigenen besetzt, zuletzt am 2. Mai.

Quelle: KNA