Haiti |

Menschen benötigen Trauma-Seelsorge

Das Erdbeben vom 12. Januar hat in Haiti tiefe Spuren der Zerstörung hinterlassen. „Zehntausende Menschen sind traumatisiert, haben die schrecklichen Erinnerungen noch nicht verarbeiten können“, berichtet Prälat Bernd Klaschka. „Sie bedürfen nicht nur materieller Hilfe, sondern dringend auch der Sorge um ihre Seele.“ Die katholische Kirche begleitet die Menschen mit ihren traumatischen Erfahrungen: „Sie suchen Hilfe, sie wollen über ihre Erlebnisse reden. Viele sehen keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Hier ist seelsorgliche Begleitung gefragt.“

Die Menschen in Haiti bräuchten jetzt Orte des Glaubens, der gemeinsamen Trauer und der gemeinsamen Hoffnung, sagte der Adveniat-Geschäftsführer. Adveniat wird daher in Haiti den Aufbau sturmsicherer Zelte unterstützen, die Gemeinden als Kirche und Gesprächsräume dienen sollen.

Haiti sei langfristig auf Hilfe von außen angewiesen. Adveniat habe daher die Aktion „Vergiss mein Haiti nicht!“ gestartet, die in den Gemeinden in Deutschland positives Echo gefunden habe.