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Mehrheit der gewalttätigsten Städte liegen in der Region

Die Mehrheit der weltweit gewalttätigsten Städte im Jahr 2011 befindet sich auf dem lateinamerikanischen Subkontinent. Dies geht aus einer Studie hervor, die der Mexikanische Zivilrat für öffentliche Sicherheit und Gerechtigkeit (Consejo Ciudadano para la Segurídad Publicay Justicia Penal-CCSPJP) am 13. Januar vorstellte. Auf der Grundlage der Mordrate pro 100.000 Einwohner erstellte die mexikanische Organisation ihr Ranking. 40 der 50 gewalttätigsten Städte liegen in Lateinamerika.

Demnach ist die honduranische Stadt San Pedro de Sula mit 159 Morden pro 100.000 Einwohner die gefährlichste Stadt der Welt. Den zweiten Platz belegt die nordmexikanische Stadt Juárez mit 148 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner, gefolgt von der Hauptstadt des brasilianischen Bundestaats Alagoas Maceió mit 135 Morden. Ciudad Juárez belegte in dieser Statistik in den vergangen Jahren wiederholt den ersten Platz. 2011 scheint die Mordrate in der Grenzstadt zurück gegangen sein. CCSPJP betont allerdings, dass er davon ausgeht, dass die Statistiken seitens der mexikanischen Behörden geschönt wurden. „Natürlich gehen wir nicht davon dass die Ziffer der registrierten Morde in Ciudad Juárez der Wahrheit entspricht. Es ist nicht leicht 2.000 Morde zu vertuschen, aber auch nicht so schwer, 150 oder 200 zu verbergen“, heißt es in dem Bericht von CCSPJP.

Die meisten Orte auf der Liste hat Brasilien zu verzeichnen. Insgesamt 14 brasilianische Städte gehören zu den gewalttätigsten Städten weltweit. Ein Großteil davon liegt im Nordosten des Landes, wo auch die Armutsquote am höchsten ist. Weder Sao Paulo noch Rio de Janeiro sind auf der Liste. In Mexiko liegen zwölf der gefährlichsten Städte und in Kolumbien fünf. Weitere Länder, die in der Statistik auftauchen sind Südafrika, der Irak und die USA. (aj)