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Mehrere Journalisten der Region ausgezeichnet

Bei der Verleihung der 19. Ausgabe des Internationalen Journalistenpreises durch den spanischen König am 28. März in Madrid wurden mehrere lateinamerikanische Journalisten geehrt. So erhielt beispielsweise der bolivianische Journalist und Schriftsteller Fernando Molina den Preis für seinen Artikel "Das Denken in Lateinamerika: der Anfang", in dem er nach Aussage der Jury die Idee der wurzeln Lateinamerikas entmystifiziert. Im Bereich Radiojournalismus bekam Alberto Emilio Recanatini, de Auszeichnung überreicht. Er leitete ein Team, das die investigative Reportage „Made in Bajo Flores“ über geheime Betriebe in den Armenvierteln von Buenos Aires erstellte.

Auch in der Kategorie Fernsehen ging der Preis nach Lateinamerika. Die Ecuadorianer Hector Hernán Higuera und Antonio Eduardo Narvaez wurden für ihren Livebeitrag vom 30. September 2010 ausgezeichnet. In ihrem Bericht „30. September - zwischen Leben und Tod“ berichteten die beiden Autoren über die Geiselnahme des ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa während einer Polizeirevolte an selbigem Tag. Der Einfallsreichtum von Paul Loscri aus Argentinien brachte ihm den Preis in der Kategorie digitale Medien ein. In einer Reportage, die auf clarin.com veröffentlicht wurde, rekonstruierte der Journalist digital das Gerichtsverfahren gegen die ersten drei ehemaligen Militärs der argentinischen Diktatur.

Weitere Preise gingen an den brasilianischen Fotografen Wilton de Sousa Junior, die beiden Journalisten Dalia Martinez und Humberto Padgett aus Mexiko und den spanischen Schriftseller und Kolumnisten Ricardo Cantalapiedra. An der Zeremonie nahmen neben dem spanischen König Juan Carlos auch der Chef der Nachrichtenagentur Efe José Antonio Vera sowie die stellvertretende Premierministerin Soraya Sáenz de Santamaría teil. (aj)