Bolivien |

Mehr TV und Radio

Boliviens Regierung will den Zugang der rund zehn Millionen Einwohner zu Radio und TV erweitern. Auf technischer Ebene sollen dafür 19 neue Frequenzen geschaffen werden, informierten Behörden zu Wochenbeginn. Der Ausbau soll zu einer größeren Vielfalt der Medienlandschaft beitragen, neben mehr öffentlichen und freien Formaten würden Verbesserungen für indigene Gemeinden im ländlichen Raum erwartet, hieß es am Montag aus dem zuständigen Ministerium für Telekommunikation.

Über eine Verkleinerung bereits bestehender Frequenzen werde Platz für mehr Radiosender frei, erklärte die staatliche Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Verkehr ATT. »Das Breitband wird aufgeteilt, 19 neue Frequenzen werden zu den bestehenden 49 Frequenzen pro Departamento hinzukommen«, zitiert der private Radiosender Erbol ATT-Direktor Clifford Paravicini.

Aus den neun Präfekturen des Andenlandes würden bereits 50 Frequenz-Anfragen vorlegen, so Paravicini, »für TV und Radio wurden die Ausschreibungsnormen angefordert«. Nach der geplanten Einführung von Digital-TV würden zu den bisher bestehenden 22 TV-Sendern 44 neue Sendeplätze hinzukommen. Im Andenland von der dreifachen Größe Deutschlands ist Radio noch vor TV das wichtigste Informationsmedium. (bb)