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Mehr Entwicklungshilfe in Landwirtschaft lenken

.Mehr Entwicklungshilfe soll nach dem Willen von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos in die Landwirtschaft gelenkt werden. Ausreichende Ernährungsversorgung müsse ein Kernziel der Entwicklungshilfe sein, sagte Ciolos bei einer Veranstaltung des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) am Montag in Brüssel. Unter anderem verlangte er, die Rahmenbedingungen für Investitionen in die Landwirtschaft zu verbessern. Die weltweite Nahrungsmittelproduktion müsse erhöht werden. Zu diesem Ziel führe am ehesten eine Politik, die Entwicklungsländern dabei helfe, ihre eigene Landwirtschaftspolitik zu entwickeln.

EWSA-Präsident Staffan Nilsson betonte, vor allem Kleinbauern bräuchten Hilfe, sich besser zu organisieren. Eine neue Nahrungsmittelkrise dürfe es nicht geben. Nahrung für alle zu beschaffen, sei nicht nur eine politische und eine technische Frage, sondern sei auch moralisch geboten. An die G20-Staaten, die sich in dieser Woche in Deauville treffen, appellierte Nilsson, sich für eine bessere internationale Koordination der Nahrungsmittelpolitik einzusetzen.

Für die amtierende G20-Präsidentschaft Frankreichs sagte Jean-Marc Bournigal vom französischen Landwirtschaftsministerium, dass Ende Juni erstmals die G20-Landwirtschaftsminister zusammenkommen sollten. Ziel müsse nicht nur sein, die Produktion zu steigern, sondern auch, die Verwundbarkeit von Staaten gegenüber Nahrungsmittelkrisen zu verringern.

Quelle: kna