|

Mehr Einsatz für sauberes Trinkwasser gefordert

Die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen haben dazu aufgerufen, die Wasserversorgung in den Entwicklungsländern zu verbessern. Ohne Wasser gebe es keine Würde und kein Entkommen vor der Armut, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon anlässlich des Weltwassertags an diesem Dienstag. Trotzdem sei im vergangenen Jahrzehnt die Zahl der Menschen ohne Zugang zu Leitungswasser um rund 20 Prozent angestiegen - auf mittlerweile mehr als 800 Millionen Menschen.

"Das Motto des diesjährigen Weltwassertags, ´Wasser für Städte´ unterstreicht die große Herausforderung, die vor uns liegt", sagte Ban. Er rief die Regierungen der Entwicklungsländer dazu auf, die Wasserkrise "als Krise der Regierungen, schwacher Politik und eines schlechten Managements zu begreifen und nicht als Ursache die Wasserknappheit anzuführen".

Nach Angaben der internationale Kinderhilfsorganisation World Vision sterben jährlich Millionen Kinder unter fünf Jahren durch verunreinigtes Wasser. Gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern mit rückständiger Infrastruktur sei die Wasserversorgung nicht ausreichend geregelt, so die Hilfsorganisation in Friedrichsdorf.

Die Menschenrechts- und Entwicklungsexperten Tom Koenigs und Uwe Kekeritz (beide Grüne) forderten die Staatengemeinschaft auf, den UN-Sozialpakt - den Zugang zu Trinkwasser und Sanitäranlagen als Menschenrecht - zu ratifizieren. Investitionen in sauberes Wasser würden sich schnell rentieren, da dadurch Infektionskrankheiten vermieden werden könnten, so die Bundestagsabgeordneten.

Besonders den Menschen in den Ländern südlich der Sahara, Ozeaniens und weiten Teilen Asiens mangelt es nach Angaben des Deutschen Instituts für Menschenrechte an Trinkwasser. Dieses habe gravierende Folgen für die Gesundheit, Bildung und Erwerbstätigkeit. "Wasser und Sanitärversorgung sind essenziell für ein Leben in Würde", sagte die Direktorin des Instituts, Beate Rudolf.

Quelle: kna