Mexiko |

Mehr als 3 Millionen Notschlachtungen wegen Vogelgrippe

Nach Angaben des mexikanischen Landwirtschaftsministeriums ist in fast 40 Geflügelzuchtbetrieben in den Bundesstaaten Jalisco und Guanajuato im Westen des Landes die Vogelgrippe ausgebrochen. Mehr als drei Millionen Tiere seien daraufhin notgeschlachtet worden, erklärte das Ministerium am Montag.

Impfungen und Notschlachtungen sollen Ausbreitung stoppen

Der Nationale Stelle für Lebensmittelqualität und Lebensmittelkontrolle (Senasica) wird deshalb ein Impfprogramm in neun Bundesstaaten beginnen, berichtet die Nachrichtenagentur TeleSur. Laut Landwirtschaftsministerium sei die Krankheit noch nicht auf andere Bundesstaaten übergesprungen.

Bisher seien rund 18 Mio. Geflügeltiere geimpft worden, um Muttertiere am Leben zu erhalten und die Produktionsbasis im Land zu schützen. Man wolle bis zu 210 Mio. Impfungen monatlich durchführen, so das Ministerium. Die Preise für Hühnchen und Eier seien aufgrund des geringeren Angebots bereits stark angestiegen.

Rückgang der Geflügelexporte

Im vergangenen Jahr war ebenfalls ein Ausbruch der Vogelgrippe registriert worden. Insgesamt wurden 22 Mio. Geflügeltiere notgeschlachtet. Die Geflügelexporte sind aufgrund der Krankheit im Jahr 2012 laut mexikanischen Presseberichten um fast 70 Prozent zurückgegangen.

Staatliche Stellen dementierten Berichte über mögliche Gesundheitsschäden beim Menschen durch die ausgebrochene Vogelgrippe. Es handele sich um den Typ AH7N3, so Vertreter des Landwirtschaftsministeriums. (bh)