Bolivien |

Medienhäuser weisen Rassismus-Vorwürfe zurück

Als eine "Laune der Regierung" werten Medienverantwortliche in Bolivien den Vorwurf rassistisch motivierter Berichterstattung über Staatspräsident Evo Morales. Die Direktoren der regierungskritischen Tageszeitung "Pagina Siete" und der unabhängigen kirchlichen Nachrichtenagentur Fides wiesen entsprechende Anwürfe während einer Befragung durch die Staatsanwaltschaft laut einem Bericht der Tageszeitung "Opinion" am 29. Oktober zurück. Der Direktor von Pagina Siete, Raul Penaranda, sagte Reportern nach seiner Befragung: "Wir haben journalistisch korrekt gearbeitet."

Das Verhältnis zwischen dem Sozialisten Morales und regierungskritischen Medien ist stark angespannt. Ein jüngster Streit entzündete sich an einer nach Regierungsangaben falschen Wiedergabe eines Zitates von Morales. - Der bolivianische Kardinal Julio Terrazas verurteilte jüngst das Vorgehen der Regierung mit den Worten: "In letzter Zeit drohen sie der ganzen Welt, sie ins Gefängnis zu stecken und für Gerechtigkeit zu sorgen."

Quelle: KNA