Ecuador |

Mediengesellschaft besorgt über Schließung von Rundfunkstationen

Die Interamerikanische Mediengesellschaft SIP (Sociedad Interamericana de Prensa) zeigte sich besorgt angesichts der Schließung von sechs Radio- und Fernsehstationen im Juni. Die SIP wünschte sich von den ecuatorianischen Behörden mehr Transparenz bei der Durchführung dieser Maßnahmen.

Die Gesellschaft vermutete, dass die Schließung zumindest in einigen Fällen eine Repressalie für eine zu regierungskritische Berichterstattung sein könnte. Innerhalb von zwei Wochen waren vier Radiosender und zwei Fernsehkanäle geschlossen worden. Dies sei aufgrund technischer und ökonomischer Mängel erfolgt, so der ecuatorianische Superintendent für Telekommunikation, Fidel Jaramillo. Neben den sechs Sendern sind im laufenden Jahr 2012 bereits weitere zehn geschlossen worden. Der Superintendent kündigte zudem an, dass in Kürze weitere 20 Radios ihren Sendebetrieb einstellen müssten.

Weitere 20 Sender sollen abgeschaltet werden

Der Vorsitzende der SIP-Kommission für Presse- und Informationsfreiheit, Gustavo Mohme, zeigte sich besorgt, vor allem angesichts der feindseligen Haltung gegenüber den Medien.

Mohme erklärte, auch wenn die Regierung behaupte, die Sender seien aufgrund nichterfüllter technischer Anforderungen erfolgt, so wünsche er sich doch “mehr Transparenz”. Andernfalls könnten solche Entscheidungen das Recht der Ecuatorianer beschneiden, Informationen aus verschiedenen und vielfältigen Quellen zu erhalten.

Quelle: poonal