Chile |

Mapuche-Häftlinge beenden 76-tägigen Hungerstreik

Nach 76 Tagen haben zwei in verschiedenen Gefängnissen untergebrachte Mapuche-Häftlinge in Chile ihren Hungerstreik beendet. Wie der Radiosender UChile berichtet, kamen Hector Llaitul und Ramon Llanquileo damit der Bitte internationaler und nationaler Menschenrechtsorganisationen nach, die sich für ihr Anliegen einsetzen wollen. Mit ihrem am 14. November begonnenen Hungerstreik wollten die Häftlinge eine Revision ihrer Verurteilung wegen versuchten Mordes an einem Militärpolizisten sowie wegen illegalen Waffenbesitzes durchsetzen.

Seit Wochen kommt es in Chile immer wieder zu Unruhen, weil die Mapuche ihre Rechte einfordern. Chiles Präsident Sebastian Pinera hatte in der vergangenen Woche angekündigt, die Rechte der Ureinwohner in der Verfassung festschreiben zu wollen. Zuvor hatte eine Versammlung von Mapuche-Gemeinden vom chilenischen Staat eine Entschuldigung sowie Entschädigungszahlungen für die in den vergangenen 130 Jahren begangenen Vergehen gegen die Mapuche-Kultur gefordert und eine autonome Regierung ausgerufen.

Quelle: KNA