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Mapuche beschlieüen Klage gegen Staat

Die Mapuche werfen der chilenischen Regierung Völkermord und die illegale Aneignung von Territorium vor. Auf einer Versammlung am vergangenen Wochenende beschlossen 300 Vertreter der Mapuche-Indianer die Regierung Chiles vor nationalen und internationalen Gerichtshöfen anzuklagen. Dies bestätigte Antonio Cadín, einer der Mapuche-Führer.

Indigene aus den Regionen Bío-Bío, Araucanía, Los Ríos und Los Lagos definierten auf dem Treffen in Temuco, Südchile die Gemeinsamkeiten der einzelnen Stämme. Sie werden ab jetzt gemeinsam um die Rückgewinnung der angestammten Länderein ihres Volkes kämpfen. Ihr Ziel ist es, Gerechtigkeit für die Ermordung der Indigenen durch den chilenischen Staat zu erreichen. Die Tötungen werten die Mapuche als Völkermord.

Die Anklage stütze sich auf einen 1803 unterzeichneten Vertrag zwischen Staat und den Mapuche, so Cadín. Dieser regelt die Landverteilung und sei bis heute in Kraft. Er werde von Seiten der Regierung, sowie transnationalen Unternehmen, massiv verletzt.

Die Stammesführer vereinbarten bereits ein zweites Treffen, auf dem die folgenden Schritte abgestimmt werden sollen.

Quelle: Radio Biobio in Adital