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Malaria-Fälle weltweit zurückgegangen

 

Dank weltweit erhöhter finanzieller Mittel sterben derzeit jährlich 200.000 weniger Menschen an Malaria als noch vor sieben Jahren. Dennoch stellt Malaria noch immer eine der größten Gesundheitsgefahren in Entwicklungsländern dar. Jedes Jahr sterben rund 850.000 Menschen und erkranken etwa 250 Millionen Menschen weltweit an Malaria. Darauf macht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Welt-Malaria-Tages am 25. April aufmerksam.

„Wir begrüßen die Erfolge im Kampf gegen Malaria sehr. Sie zeigen, dass sich Investitionen auszahlen und wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. Malaria kann durch einfache und günstige Mittel effektiv bekämpft werden, wie beispielsweise durch imprägnierte Moskitonetze. So hat zum Beispiel der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria seit 2002 mehr als 100 Millionen Moskitonetze verteilt. Von 2003 bis 2009 sind die weltweiten Investitionen von 0,3 auf 1,7 Milliarden US-Dollar pro Jahr gestiegen. „Die internationale Gemeinschaft muss jedoch weitere Mittel in diesen Bereich investieren. Denn jeder Malaria-Tote ist ein Toter zu viel“, erklärt Bähr. Für die weitere Eindämmung der Krankheit sind schätzungsweise weltweit sechs Milliarden US-Dollar pro Jahr notwendig. Besonders wichtig sind Investitionen in Forschung und Entwicklung. Denn aufgrund von Resistenzen gegen die Wirkstoffe müssen die Malaria-Medikamente weiterentwickelt werden, um dauerhafte Wirksamkeit zu gewährleisten.

Investitionen in die Malaria-Bekämpfung sind entscheidend, um die Armut zu senken. Malaria behindert das Wirtschaftswachstum, so die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung.