Bolivien |

Madidi ist Schutzgebiet mit größter Artenvielfalt der Erde

Das Madidi-Gebiet reicht bis in den Amazonas-Urwald. (Symbolfoto: Adveniat/Escher)
Das Madidi-Gebiet reicht bis in den Amazonas-Urwald. (Symbolfoto: Adveniat/Escher)

Nach einer 30 Monate dauernden Mammutexpedition und Auswertung hat eine Gruppe von Forschern den Nationalpark Madidi in Boliviens Departamento La Paz zum ökologischen Schutzgebiet mit der weltweit größten Artenvielfalt erklärt. Die Expedition in das rund 200 Kilometer nordwestlich des bolivianischen Regierungssitzes La Paz gelegene Areal wurde vom Engländer Robert Wallace geleitet, schreibt die Tageszeitung „La Razón“ am Montag, den 21. Mai 2018.

Unterstützt wurde der Forscher von rund 20 bolivianischen Wissenschaftlern, die zwischen Mai 2015 und November 2017 insgesamt 15 Punkte des 18.958 Quadratkilometer umfassenden Areals untersuchten. „Die Ergebnisse zeigen, dass der Madidi das Schutzgebiet mit den meisten Spezies an Pflanzen, Schmetterlingsarten- und Unterarten, Vögeln und Säugetieren überhaupt ist“, so Wallace, der auch Direktor des Madidi-Schutzprogramms der US-Umweltschutzorganisation Wildlife Conservation Society (WCS) ist, gegenüber der Nachrichtenagentur EFE.

In den zweieinhalb Jahren habe man der Liste der im Madidi lebenden Spezies über Tausend neue Pflanzen- und Tierarten hinzufügen können darunter 100 neue Säugetiere und 440 neue Pflanzenarten, so „La Razón“. Damit wurden im 1995 eingerichteten Schutzgebiet bisher insgesamt 8880 Arten registriert. Der Madidi erstreckt sich über tropische Andenausläufer bis in den Amazonas-Regenwald. (bb)