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Lula gewinnt Welternährungspreis 2011

Luiz Inácio da Silva erhält gemeinsam mit dem ehemaligen Präsidenten Ghanas, John Agyekum Kufuor, den Welternährungspreis 2011. Beide Politiker werden für ihr persönliches Engagement und die Schaffung von mehr Nahrungsmittelsicherheit während ihrer Präsidentschaft geehrt. Der mit 250.000 US-Dollar dotierte Welternährungspreis wurde 1986 vom Friedensnobelpreisträger Norman Ernest Borlaug geschaffen. Seit 1990 wird der Preis vom Geschäftsmann John Ruan finanziert.

In der Laudatio der Stiftung findet vor allem Lulas Kampagne „Null Hunger“ Erwähnung, die er gleich zu Beginn seiner Regierungszeit 2003 ins Leben rief. Mit dieser Kampagne sei es ihm gelungen, das Millennium Development Goal 1, die Zahl der Hungernden in seinen Land zu halbieren, weit vor dem angestrebtem Zeitpunkt im Jahr 2015 zu erreichen. Drei Pfeiler hätten das Programm weltweit zu einem der erfolgreichsten überhaupt gegen Hunger gemacht , heißt es in der Laudatio. Das „Bolsa Familia“- Programm, das zwölf Millionen besonders arme Familien finanziell unterstütze und so ihre Grundversorgung sicherte; ein Ansatz zur Nahrungsmittelsicherheit, der die Stärkung von lokalen Kleinproduzenten nutzt, um den wachsenden Lebensmittelbedarf zu decken und ein Schulspeisungsprogramm, mit dem die Unterernährung von Kindern um mehr als 60 Prozent gesenkt werden konnte. Ein weiterer Aspekt, den die Stiftung besonders hervorhebt, ist die gelungene Zusammenarbeit Lulas mit lokalen Regierungen und der Wirtschaft.

Die feierliche Verleihung der Auszeichnung wird im Oktober im US-Amerikanischen Bundesstatt Iowa stattfinden. (aj)