Argentinien |

LKW-Fahrer treten in den Streik

Die LKW-Fahrer Argentiniens sind in der vergangenen Nacht, von Sonntag, 7. Juli, auf Montag, 8. Juli, in den Streik getreten. Der Präsident der größten Kraftfahrergewerkschaft, Hugo Moyano, hatte diesen Schritt am Samstag, 6. Juli, bekannt gegeben. Die Hauptforderung der Gewerkschaft ist die Abschaffung der Einkommenssteuer, die nach Aussage Moyanos tausende Arbeiter belaste. Er warf der argentinischen Präsidentin Christina Kirchner vor, nicht zu wissen, wie viel Geld ein Arbeiter bräuchte, um seine Familie zu ernähren. Moyano betonte allerdings, dass der Streik nicht gegen die Präsidentin gerichtet sei, sondern gegen die Politik der peronistischen Regierung.

Hugo Moyano war lange ein Verbündeter der Peronistischen Partei und auch Christina Kirchners. Der mächtige Gewerkschaftsmann wirft dem Staatsoberhaupt inzwischen aber eine fehlgeleitete Wirtschaftspolitik vor, die vor allem zu Lasten des "kleinen Mannes" gehe. Christina Kirchner gab im Anschluss an die Ankündigung des Streiks bekannt, dass sie keine Erpressung akzeptiere. Moyano entgegnete darauf: „ Die Präsidentin sagt, dass sie keine Erpressung akzeptiert. Wir sagen dazu, dass die LKW-Fahrer es nicht länger akzeptieren werden, dass sie beklaut werden“.

Die Gewerkschaft der Kraftfahrer verfügt über eine enorme Macht in Argentinien. Sollten alle Mitglieder ihre Arbeit niederlegen, könnte der Transport im ganzen Land zum Erliegen kommen. Dazu gehören auch die Beförderung von Fracht und Post sowie die Müllabfuhr. Bereits im vergangenen Jahr hatte Hugo Moayano zu einem Streik der LKW-Fahrer aufgerufen. Dieser war der Auftakt zu landesweiten Protesten gegen die Regierung von Christina Kirchner. Auch Ende 2012 gelang es Hugo Moyano tausende Argentinier zu mobilisieren. (aj)