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Linke Bürgermeisterin aus Oaxaca erschossen

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In Mexiko wurden von September 2017 bis April 2018 insgesamt 64 Politikerinnen und Politiker ermordet. Foto (Symbolbild): Adveniat/Jürgen Escher

In Mexikos Bundesstaat Oaxaca ist Medienberichten zufolge die Bürgermeisterin der Küstengemeinde San José Estancia Grande erschossen worden. Die Politikerin der linken Partei „Movimiento Regeneración Nacional“ (Morena) Carmela Parral Santos sei am vergangenen Freitag, 16. August 2019, von der Bundespolizei am Straßenrand der Autobahn Oaxaca-Pinotepa tot in ihrem Auto gefunden worden, berichtet die Tageszeitung „EjeCentral“ am Samstag unter Berufung auf eine Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft des südwestlichen Bundesstaates.

Ersten Ermittlungen zufolge sei die Politikerin der Regierungspartei von Staatspräsident Andrés Manuel Lópes Obrador Opfer eines geplanten  Hinterhalts geworden, schreibt die Tageszeitung „Milienio“. Neben der exekutierten Morena-Politikerin hätten die Polizisten einen weiteren Toten gefunden. Bei der Person handele es sich um Hugo Castellanos Ortaga, Funktionär des Zivilschutzes von San José Estancia Grande. Am Tatort wurden sieben Patronenhülsen zweier unterschiedlicher Kaliber sowie ein Revolvermagazin gefunden worden.

Wie der Generalstaatsanwalt von Oaxaca, Rubén Vasconcelos, erklärte, werde wegen Mordes ermittelt. Parral war die erste Frau in der 955-Einwohner-Gemeinde, die in ihrem Amt als Bürgermeisterin wieder gewählt worden war. Die Ortschaft ist nicht zum ersten Mal Schauplatz politisch motivierter Gewalt. 2004 erschoss der Ex-Bürgermeister Cándido Palacios Noyola von der rechten „Partido Revolucionario Institucional“ (PRI) die Bürgermeisterschafts-Kandidatin Guadalupe Ávila Salinas von der Morena-Vorgängerpartei „Partido de la Revolución Democrática“ (PRD). In ganz Mexiko wurden von September 2017 bis April 2018 insgesamt 64 Politikerinnen und Politiker ermordet. (bb)

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