|

Libyen-Intervention stöüt auf Ablehnung

Die Präsidenten von Venezuela, Bolivien, Paraguay und Uruguay haben die militärische Intervention Frankreichs, der USA und Großbritanniens zum Teil scharf verurteilt. Während Hugo Chávez, Evo Morales, Fernando Lugo und José Mujica ihre Ablehnung zum Ausdruck brachten, bekundete Perus Präsident Alan García seine Unterstützung.

Selbstbestimmungsrecht des libyschen Volkes

Sehen Chávez und Morales den Imperialismus am Werk, der sich den Zugriff auf Libyens öl sichern wolle, so hält Paraguays Präsident Lugo die Anwendung jeder Art von Gewalt nicht für gerechtfertigt, seien die Angriffe auch durch ein Votum der Vereinten Nationen legitimiert. Er appellierte an die Vernunft und den Respekt vor dem Selbstbestimmungsrecht der Völker.

Boliviens Präsident Evo Morales zog den Vergleich mit dem Angriff auf Saddam Husseins Regime im Irak.Uruguays Präsident José Mujica bezeichnete das Heilmittel als schlimmer als die Krankheit, die mit diesem bekämpft werden solle. Kritik kam auch von Ecuadors Regierung, die von einer bedauerlichen Eskalation der Gewalt spricht. (bs)

Quelle: Púlsar