Peru |

"€žLeuchtender Pfad"€? tötet Polizistin

Die verbleibenden Mitglieder der Guerilla-Organisation „Leuchtender Pfad“ (Sendero Luminoso) haben am Donnerstag im Tal der Flüsse Apurimac und Ene (VRAE) auf einen patrouillierenden Hubschrauber geschossen und dabei die Polizistin Nancy Flores getötet. Weitere drei Personen, die sich an Bord des Hubschraubers befanden wurden verletzt, darunter auch der Pilot. Der Hubscharuber war gemeinsam mit 1.500 Soldaten von der peruanischen Regierung in die Region entsendet worden, nachdem der „Leuchtende Pfad“ am Anfang der Woche 43 Angestellte der schwedischen Firma Skanska gefangen genommen und in den Dschungel verschleppt hatte. Sie fordern 10 Millionen US-Dollar Lösegeld für die Geiseln.

Der peruanische Präsident Ollanta Huamla erklärte im Anschluss an die Ereignisse, dass die Regierung weiterhin nicht bereit ist, mit den Rebellen zu verhandeln. „Wir werden die Geiseln befreien, die Terroristen wird die volle Wucht des Gesetzes treffen. Ich bitte die Familien der Entführten um Vertrauen, wir werden dieses Problem lösen“, so Humala in einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Das peruanische Staatsoberhaupt erklärte die maoistische Guerilla, die besonders in den 1980er Jahren zahlreiche Gewalttaten in dem südamerikanischen Land verübt hat, letzte Woche für besiegt, nachdem es dem Militär im Februar gelang, den letzten aktiven Anführer Florindo Eleuterio Flores, genannt Kamerad Artemio, sowie weitere Kämpfer festzunehmen. Nach Angaben von Experten soll die Geiselnahme der Regierung sowie internationalen Organisationen demonstrieren, dass die Gruppe nach wie vor einen Teil des peruanischen Territoriums kontrolliert. (aj)