Peru |

"€žLeuchtender Pfad"€? lässt Geiseln frei

Die Guerilla-Organisation „Leuchtender Pfad“ hat am Samstag die Arbeiter der schwedischen Firma Skanska freigelassen, die sie eine knappe Woche zuvor als Geiseln genommen hatte. Die Betroffenen seien zwar schwach aber befänden sich in einem guten gesundheitlichen Zustand, gab die peruanische Regierung bekannt. Die verbleibenden Mitglieder der Gruppierung „Leuchtender Pfad“ wollten nach Aussagen von Experten mit der Gefangennahme von 36 Menschen- vor der Freilassung gaben offizielle Quellen 43 Opfer an- ihre noch vorhandene Stärke demonstrieren. Sie forderten 10 Millionen US-Dollar Lösegeld. Mitte der Woche wurden 1.500 Soldaten und Polizisten in die Region entsendet. Diese begannen die Rebellen immer weiter einzukreisen. Der peruanische Präsident Ollanta Humala macht von Beginn an deutlich, dass die Regierung sich nicht auf Verhandlungen mit den Rebellen einlassen werde.

Fünf Einsatzkräfte kam ums Leben

Die Mitglieder des „Leuchtenden Pfads“ gaben dem militärischem Druck schließlich nach und ließen alle Geiseln frei. „Das war eine sehr gelungen Operation. Wir haben nichts an diese kriminellen Terroristen abgetreten“, sagte das Staatsoberhaupt Perus im Anschluss an die Freilassung. Während der mehrtägigen Belagerung der Guerilla durch das Militär kamen lokalen Medien zufolge drei Polizisten und zwei Soldaten ums Leben. Bisher hat die Regierung allerdings lediglich den Tod von Nancy Flores bestätigt. Die Polizistin wurde an Bord eines Hubschraubers erschossen, der in der Region patrouillierte.

Die Guerilla „Leuchtender Pfad“ gilt spätestens seit der Festnahme ihres letzten aktiven Anführers Florindo Eleuterio Flores, genannt Kamerad Artemio, im Februar dieses Jahres als besiegt. Die maoistisch orientierte Organisation kämpft für einen revolutionären Umsturz indem südamerikanischen Land und war in den letzten Jahren auch in den Drogenhandel verwickelt. Sie überzog Peru vor allem in den 1980er Jahren mit Gewalt. (aj)