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Lektionen aus der Krise

In Chile beginnt am heutigen Dienstag die 17. Amerikanische Regionalkonferenz der »Internationalen Arbeitsorganisation« (ILO). 21 Minister und Regierungsvertreter aus 35 Ländern des Kontinents, Gewerkschaften und soziale Bewegungen auch aus den Vereinigten Staaten und Kanada werden erwartet, um bis Freitag über die Lage von Arbeit, Erwerbslosigkeit und Arbeitsrechte und die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Weltwirtschaftskrise in Lateinamerika zu diskutieren.

Einem am vergangenen Freitag in Santiago de Chile vorgestellten ILO-Bericht zufolge werde die »urbane Arbeitslosenquote« in der Karibik und Lateinamerika von 2010 bei 7,4 Prozent abschließen. 2009 lag die Zahl noch bei 8,1 Prozent. Trotz der Weltwirtschaftskrise vom Vorjahr hätten die Regierungen mit ihrer antizyklischen Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik einen Einbruch auf dem Arbeitsmarkt verhindern können, so das ILO-Papier.

An dem Treffen gehe es »neben der Arbeitslosenquote auch um die Verbesserungen in der Produktion und bei den Löhnen, um die Reduzierung der informellen Arbeit, Verbesserung der Sozialversicherung und Bekämpfung der Ungleichheit«, so Juan Somavia, ILO-Direktor in dem Vorab-Bericht. Es sei nicht nur wichtig, dass Arbeitsplätze geschafft würden, sie müssten auch »von Qualität sein«, fordert Somavia. (bb)