Brasilien |

Lehrer protestieren für mehr Gehalt

In der brasilianischen Millionenmetropole Rio de Janeiro haben mehrere hundert Lehrer für ein besseres Gehalt demonstriert. Die Demonstranten errichteten am Montagabend, 12. August, im Stadtteil Laranjeiras Straßenblockaden und zündeten Mülleimer an. Sie versuchten weiterhin das Regierungsgebäude zu besetzen. Im Zusammenhang mit diesem Versuch kam es zu Auseinandersetzungen mit der örtlichen Polizei. Die Polizisten setzten Tränengas und Pfefferspray gegen die Protestierenden ein, um sie aus dem Gebäude zu vertreiben. Mehrere Demonstranten, ein Polizist und ein Journalist wurden leicht verletzt. Sechs Menschen wurden gefangen genommen.

Der Gouverneur des Bundesstaates Rio, Sergio Cabral, bezeichnete die Protestierenden als eine Gruppe, die kein Interesse an einem Dialog hätte und lediglich auf Chaos setze. Cabral war im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten in Brasilien stark in die Kritik geraten. Die Teilnehmer an den Massendemonstrationen warfen dem Gouverneur im Kontext mit der Fußballweltmeisterschaft 2014 und der Olympiade 2016 Korruption sowie Misswirtschaft vor und forderten bessere öffentliche Dienstleistungen seiner Regierung. Seitdem die Protestwelle in Brasilien im Juni begann, fordern viele Demonstranten in Rio den Rücktritt von Cabral. Auch nachdem die großen Demonstrationen in den vergangenen Wochen abflauten, gibt es immer wieder kleinere Proteste gegen den Regierungschef von Rio de Janeiro. (aj)