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Lebensmittelpreise steigen schneller als Inflation

Steigende Lebensmittelpreise könnten die Fortschritte bei der Armutsbekämpfung in Lateinamerika auf die Probe stellen. Wie das Regionalbüro der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) in Santiago de Chile mitteilte, steigen die Lebensmittelpreise in der Region derzeit schneller als die Inflation. Im Juli verzeichnete die FAO einen Anstieg um 8,7 Prozent gegenüber dem Vormonat, zwei Prozentpunkte über der allgemeinen Inflationsrate. Besonders stark war der Preisanstieg demnach in Mexiko, Peru und Venezuela. Im Jahresmittel liegen bisher Bolivien, Paraguay, Uruguay und die Dominikanische Republik mit einem Preisanstieg von mehr als zehn Prozent bei Lebensmitteln an der Spitze.

FAO-Regionalchef Fernando Soto-Baquero empfahl den Regierungen, entsprechende Präventionsmassnahmen zu treffen und die familiäre Landwirtschaft zu unterstützen bzw. die Sozialhilfeprogramme entsprechend auszurichten. „Die Erhöhung der Lebensmittelpreise trifft vor allem die Allerärmsten, da diese einen Großteil ihres Einkommens fürs Essen ausgeben“, sagte Soto-Baquero. (saw)