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Lateinamerikas Basisgemeinden Modell für Berlin

In den Basisgemeinden Lateinamerikas sieht der neue Erzbischof Rainer Maria Woelki ein Modell für das Erzbistum Berlin. Wie dort gebe es auch in deutschen Pfarreien schon viele Gemeinschaften, die sich unter der Woche treffen, sagte Woelki in einem Interview des Berliner "Tagesspiegel" vom Samstag. "Sie lesen in der Bibel und sprechen darüber, wie es gerade im Beruf geht, in der Familie." Solche Gruppen müssten nicht von einem Priester geleitet werden.

Von kleinen christlichen Gemeinschaften könne eine Erneuerung der Kirche ausgehen, betonte Woelki. Sie müssten jedoch in die Gemeinden integriert sein und dürften sie nicht spalten. "Sonntags kommen die ganzen Gemeinschaften zusammen und feiern Gottesdienst mit dem Pfarrer, da ist der Ort ihrer Einheit", so der neue Erzbischof.

In einem Interview der Tageszeitung "Die Welt" (Samstag) äußerte sich Woelki auch zu den längeren Wegen zum Gottesdienst infolge der Gemeindefusionen. "Wenn ich mit Siebzig- oder Achtzigjährigen spreche, dann berichten sie davon, dass es für sie in ihrer Kindheit selbstverständlich war, am Morgen, auch an Werktagen, eine oder zwei Stunden lang zu Fuß zum Gottesdienst in die vier oder fünf Kilometer entfernte Kirche zu laufen. Heute haben die Menschen Autos, in Berlin gibt es ein hervorragend ausgebautes öffentliches Verkehrssystem", so Woelki. Er plädierte dafür, das Problem längerer Wege aus der Perspektive zu betrachten, was die Eucharistie für Katholiken bedeute. "Da frage ich doch nicht nach zwei Kilometern".

Quelle: kna

Video über Basisgemeinden in Brasilien

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